Verminderter Bodendruck und Direkteinarbeitung von Gülle

Vorführung Gülleverschlauchung mit Vortrag über neue Düngeverordnung in Fridolfing

Gülle sollte möglichst ohne Verluste direkt an die Pflanzenwurzeln gelangen. Das ist sowohl für die Umwelt, als auch für das Pflanzenwachstum sinnvoll. Eine Möglichkeit das zu erreichen ist die Verschlauchungstechnik, bei der die Gülle direkt von der Grube oder einem Zwischen-Container über einen bis zu 1 km langen Schlauch nur mit Schlepper und Verteilergerät ausgebracht wird.

Mit einer Vorführung auf dem Betrieb Otter-Huber in Niederau, Gemeinde Fridolfing brachte der Maschinen- und Betriebshilfsring Laufen den etwa 80 interessierten Landwirten diese Technik näher. Ein Lohnunternehmer aus dem Raum Mühldorf führte die Arbeitsweise seines Gerätes mit Pumpe, Schlauch und 8m-Scheibenschargerät vor und erläuterte dazu die Vorteile und Nachteile. Auf der einen Seite überzeugen der geringe Bodendruck, die hohe Leistung mit bis zu 120 m³ je Stunde und die gute Hangeignung. Anderseits sollten Voraussetzungen wie verdünnte Gülle, möglichst keine Straßenüberquerungen oder arrondierte Betriebe gegeben sein. Für weiter entfernte Flächen ist auch ein Container-System mit Zubringerfahrzeugen möglich. Das Gerät kann neben den Scheibenscharen auch mit einem 15 m Schleppschuhverteiler ausgerüstet werden. Die Reinigung des zu Beginn ausgelegten Schlauches erfolgt mit Druckluft. Abschließend wird alles wieder auf eine Haspel aufgerollt.

Im Anschluss an die Vorführung mit praktischen Erläuterungen führte Michael Höhensteiger vom Maschinenring Bad Aibling, Miesbach, München-Ost in die neue Düngeverordnung ein.

Die neue Düngeverordnung ist bereits in Kraft. Einzelne Konkretisierungen stehen aber noch aus. Neu ist, dass die zulässigen Stickstoffgaben im Herbst beschränkt werden. Die Sperrfristen zur Gülle- oder Mistausbringung werden je nach Frucht ausgeweitet. Die Einbeziehung sämtlicher organischer Stickstoffquellen wird Pflicht. Ab bestimmter Betriebsgrößen oder Viehdichten sind in Zukunft sogenannte Stoffstrombilanzen erforderlich und auch die Fassungsvermögen von Güllelagern werden erhöht.

Herr Höhensteiger gab auch Auskunft über verschiedene Möglichkeiten die neuen Anforderungen zu erfüllen. Gewiss ist, dass der bürokratische Aufwand zu nehmen wird und auch einiges an Kosten auf die Landwirte zukommt.

Auf jeden Fall hat die Veranstaltung den Landwirten neue, interessante Eindrücke zur Gülleverschlauchung und Erkenntnisse zur Umsetzung der neuen Düngeverordnung gebracht.

 

Betriebshelfer beim Dankeschön-Ausflug

Zahlreiche Betriebshelfer/innen des Maschinenrings in Laufen fuhren gemeinsam in die Ramsau zum Gasthaus Wachterl um von dort aus zur Anthaupten Alm zu wandern. Unsere langjährige Betriebshelferinn Willberger Lisa empfing uns dort als Sennerin auf der Anthaupten Alm.

Neben einer passenden musikalischen Umrahmung kamen auch die persönlichen Gespräche und der Erfahrungsaustausch nicht zu kurz.

Ein herzliches Dankeschön möchten wir nochmals an alle Betriebshelferinnen und Helfern aussprechen für eure Bereitschaft in den sozialen Einsätzen.

Ebenfalls möchten wir uns auch noch bei den Almbesitzern Familie Stangassinger aus Bischofswiesen bedanken die uns hervorragend bewirteten.

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Maschinenring-Mitglieder-Lehrfahrt nach Regensburg

Die heurige MR-Mitgliederlehrfahrt führte den voll besetzten Bus zum Hafen Regensburg und zur Firma Hollmer,

Mit rund 8 Millionen Tonnen Güterumschlag von Schiff, Bahn und LKW ist der bayernhafen Regensburg mit Abstand der größte Hafen in Bayern in Bezug auf Schiffsgüterumschlag und unter den „Top-Ten“ der Binnenhäfen in Deutschland. Im gesamteuropäischen Vergleich ist Regensburg einer der zentralen Knotenpunkte für den Warenverkehr. Auf einer Fläche von 180 ha haben sich hier 85 Unternehmen im Ost- und Westhafen angesiedelt, die 2.000 Menschen einen Arbeitsplatz bieten. Ca. 50 % des Umschlages sind landwirtschaftliche Güter wie Getreide, Futtermittel oder Düngemittel. In einer einführenden Präsentation erhielten die Fahrtteilnehmer viele Informationen unter anderem zu den Themen Logistik, Donauausbau, oder Niedrigwasserzuschläge. In der anschließenden Fahrt mit dem Bus durch den Hafen konnten die Beladung von Frachtschiffen oder das Umladen für die Weiterfahrt besichtigt werden.

Der zweite Anlaufpunkt war die Firma Holmer-Maschinenbau, die selbstfahrende Rübenroder, Selbstfahr-Reinigungslader oder Trägerfahrzeuge für Gülle und Transport herstellen. Holmer ist Weltmarktführer bei Zuckerrübenvollerntern, der 1974 von Alfons Homer erfunden wurde. Etwa 150 solcher Maschinen zu einem Preis von 600.000 € verlassen jährlich das Werk für Kunden in 40 Ländern. 330 Mitarbeiter finden im Werk Lohn und Brot. Die Fertigungstiefe, also der Anteil an den Maschinen, die selbst hergestellt wird, liegt bei 64 %.

Nach der Firmenvorstellung konnten die Teilnehmer in einer umfangreichen Betriebsführung den Werdegang dieser Ackergiganten miterleben.

Eine abschließende Einkehr in einem Biergarten rundete die Fahrt ab. Hier konnte man noch einmal das Gesehene und Gehörte Revue passieren lassen.