Mitgliederlehrfahrt mit Besichtigung des Zemtenwerkes Rohrdorf und Gut Sossau

Mit einem voll besetzten Bus fuhren wir zuerst zur Besichtigung des Zementwerkes in Rohrdorf.

In der Einführung wurde uns einiges über die Geschichte und die Herstellung des Portland-Zementes erläutert. Interessant war zu hören, dass bei der Zementherstellung riesige Mengen an Sekundärrohstoffen, wie Altreifen, geschreddertes Papier oder Tetrapacks, verwertet werden.

Beim Rundgang durch das Werk, besuchten wir den Leitstand, von dem aus der gesamte Prozess gesteuert wird. Wir erfuhren, dass dieses Zementwerk viel in den Umweltschutz investiert hat. So wurde in den letzten Jahren viel Geld in eine Entstickungsanlage, einen neuen Pendelrostkühler und ein Abwärmekraftwerk, in dem 7 Megawatt Strom erzeugt wird, gesteckt.

Wir sahen aus 75 m in die Tiefe , überblickten den angrenzenden Steinbruch und sahen den 60 m langen, 2000 Grad heißen Drehrohrofen. Gigantisch waren auch die riesigen Fahrzeuge, wie Radlader und Muldenkipper.

Nach dem Mittagessen stand die Besichtigung von Gut Sossau bei Grabenstätt auf dem Programm.  

Mit 400 Rindern und über 200 Milchkühen in modernen Stallungen zählt Sossau zu den größten Milchlieferanten in Oberbayern. Zum Betrieb gehört auch eine eigene Alm, eine 800 kWp-Photovoltaikanlage und eine 370 KW-Biogasanlage. Das Gut wird derzeit mit 7 Arbeitskräften inklusive Auszubildende und Praktikanten geführt. Dass so ein Betrieb viel Planung, Logistik und Einsatz benötigt, konnte der Verwalter den Fahrtteilnehmern anschaulich näher bringen. Imposant waren auch die 10.000 m³ große Siloanlage und das 32-er Melkkarussell. In etwa zwei Stunden früh und abends wird die Melkarbeit von zwei Mitarbeitern erledigt.

Eine Einkehr in der Klostergaststätte Maria Eck rundete die Fahrt ab. Hier konnte man noch einmal das Gesehene und Gehörte Revue passieren lassen.