Die soziale Betriebshilfe

 

Unsere Helferinnen und Helfer der sozialen Betriebshilfe sind unverzichtbare Partner der landwirtschaftlichen Familienbetriebe. Der Familienbetrieb ist auf die Mithilfe eines jeden Familienmitgliedes angewiesen. Fällt jemand aus, ist schnelle Hilfe dringend erforderlich.

Ob im Stall, der Außenwirtschaft oder im Haushalt, stets können wir schnell und unbürokratisch fleißige und kompetente Hilfe vermitteln. Sei es um einen Ausfall einer Arbeitskraft wegen Unfall, Krankheit oder sogar Tod zu überbrücken, oder um vor und nach einer Geburt die junge Familie zu unterstützen.

Auch wenn der wohlverdiente Urlaub ansteht, stehen unsere Einsatzkräfte bereit.

Der Betrieb ruft in der Geschäftsstelle an und wir versuchen eine passende Ersatzkraft zu vermitteln.

Im Jahr 2011 waren etwa 76 Helferinnen und Helfer im Sozialeinsatz. Ihr Antrieb ist einerseits Berufskollegen zu helfen, andererseits möchten sie auch einen attraktiven Zuverdienst für den eigenen Betrieb erwirtschaften.

Seit dem Jahr 2005 hat der Maschinenring auch die Einsatzleitung für  drei Dorfhelferinnen und drei hauptamtliche Betriebshelfer.

 

Lassen wir dazu einige Helferinnen und Helfer zu Wort kommen:

 
    

 

Veronika Pastötter (21) aus Furthmühle bei Petting
Veronika hat eine Ausbildung als Wirtschafterin der ländlichen Hauswirtschaft. Sie ist mitarbeitende Familienangehörige (Mifa) auf dem elterlichen Betrieb und seit 2007 als Betriebshelferin im Einsatz.
 
 
 „Die Arbeit in der Landwirtwirtschaft freut mich. Der Umgang mit Menschen und Tieren machen mir viel Spaß. Die Tätigkeit ist abwechslungsreich, man lernt viel fürs Leben und der Verdienst passt auch.“
 
 

Rupert Wolfswinkler (52) aus Laufing bei Asten

Gelernter Landwirt, führt seinen Betrieb mit 20 Kühen und Nachzucht im Zuerwerb.
Er ist schon seit 1996 als nebenberuflicher Helfer über den “MR“ im Einsatz. Auch als Musikant und Hochzeitslader ist er in Bayern und Österreich unterwegs.
„Die interessante Arbeit gefällt mir sehr gut und stellt für unseren Betrieb einen wichtigen Zuerwerb dar. Man lernt immer neue Menschen kennen und kann Ideen austauschen. Ich möchte meinen Betrieb erhalten damit die nächste Generation nicht vor einer Ruine steht.“
 

 

 

 

Veronika Parzinger (28) aus Surberg
Veronika hat sich im Jahr 2004 als Betriebshelferin selbständig gemacht und ist seitdem im Sozialeinsatz tätig. Als Quereinsteigerin in die Landwirtschaft hat sie diesen Schritt gewagt. Mit Kursen und Lehrgängen hat sie sich für ihre Tätigkeit als Betriebshelferin fit gemacht. Sie engagiert sich auch als Sprecherin der Helferinnen und Helfer.

„Mir gibt die Landwirtschaft einfach was ab. Die Liebe zur Landwirtschaft habe ich bei der Mithilfe auf dem Hof von Verwandten entdeckt. Es ist schön wenn man auf einem Betrieb kommt und helfen kann. Ich kann Erfahrung sammeln und lerne viele unterschiedliche Leute kennen.“
 

Thomas Schuhegger (25) aus Schuhegg bei Petting.
Der gelernte Landwirt ist seit 2006 als Betriebshelfer eingesetzt. Er hat sich selbstständig gemacht und ist im Sommer, neben der Betriebshilfe und der Arbeit auf dem elterlichen Betrieb, auch als BIG-M-Fahrer tätig.
„Die Arbeit als Betriebshelfer macht mir sehr viel Spaß. Man lernt auf jeden Betrieb etwas Neues kennen. Die Bezahlung passt und ich kann mir die Zeit gut einteilen. Neben der Betriebshilfe kann ich immer Sommer auch noch meinen anderen Tätigkeiten nachgehen.“

 

 

    

 

 

Richard Siglreithmaier (24) aus Egerdach bei Wonneberg
Der gelernte Landwirt ist mitarbeitender Familienangehöriger auf elterlichen Betreib und seit 2008 Betriebshelfer. Er hat seine Ausbildung im Allgäu gemacht. Im Sommer wird er ein dreimonatiges Landwirtschaftspraktikum in den USA machen.

„Ich mache Betriebshilfe um die Zeit bis zur Winterschule zu überbrücken. Nach der Winterschule möchte ich meinen Meister machen. Danach werde ich wieder als Betriebshelfer arbeiten. Betriebshilfe ist eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit und fordert einen immer neu. Für mich ist wichtig dass sich Landwirte gegenseitig helfen und unterstützen.“
 

 

 

 

Stefanie Mösenlechner (25) aus Steinhögl bei Anger
Die ausgebildete Dorfhelferin arbeitet seit September 2007 in unserem Ringgebiet. Sie stammt aus der Landwirtschaft und ist bei der Katholischen Dorfhelferinnen und Betriebshelfer in Bayern GmbH in Landshut angestellt. Die Prüfung zur Hauswirtschaftsmeisterin legte sie 2008 erfolgreich ab.

„Ich arbeite als Dorfhelferin, weil ich hier Menschen wirklich helfen kann und das macht mir viel Freude. Ich habe bei der Arbeit das Gefühl dass ich wirklich gebraucht werde.“

 

 

 

 

     
 

 

 

Georg Fagerer (48) aus Piding
Bewirtschaftet seinen Betrieb im Nebenerwerb. Der ausgebildete Wirtschafter ist als hauptberuflicher Betriebshelfer bei der Katholischen Dorfhelferinnen und Betriebshelfer in Bayern GmbH in Landshut angestellt.
„Ich habe mich schon vor Jahren entschieden als fest angestellter Betriebshelfer zu arbeiten, nachdem ich schon einige Jahre nebenberuflich tätig war. Die abwechslungsreiche Arbeit bietet mir soziale Absicherung und ein regelmäßiges Einkommen.“

 

 

 

Betriebshilfe zu leisten ist für jeden sicherlich eine Herausforderung.
Lebenserfahrung, fachliche Weiterbildung, neue Bekanntschaften bis hin zu Freundschaften sind nur einige Vorteile für die Helferin oder den Helfer. Für junge Leute, die gerade erst ausgelernt haben und die Eltern den Betrieb noch großteils alleine führen können, kann das genau das Richtige sein. Aber auch erfahrene Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter, bei denen  sich freie Zeiten durch die Verkleinerung des Haushaltes, Extensivierung des Betriebes oder Übergabe an den Jungen ergeben, können in der sozialen Betriebshilfe einen kleinen oder größeren Zuverdienst finden.
Die soziale Betriebshilfe kann auch für Ihren Betrieb ein interessanter Zuerwerb sein.
Falls Sie Interesse haben, rufen Sie in der Geschäftsstelle an; wir beraten Sie gerne.

Sind Sie in einer Notsituation, scheuen Sie sich nicht sich bei uns zu melden. Wir werden Sie beraten und Ihnen bei allen Antragsformalitäten behilflich sein.

Noch einige Anmerkungen zur sozialen Betriebs- und Haushaltshilfe:
Die Betriebshilfe kann kein Selbstbedienungsladen für überlastete Bäuerinnen und Bauern oder schlecht organisierte Betriebe sein.
Sie wird immer nur kurzfristig und überbrückend für in Not geratene Familien da sein können.
Sinnlose Aufträge, nur weil die Aushilfen bezahlt werden, verderben die Freude an der Arbeit und schaden nur dem Ansehen des Betriebshilfsdienstes.

Falls trotzdem einmal Probleme zwischen Einsatzbetrieb und Helfern auftreten sollten, wenden Sie sich bitte gleich an uns. Wir werden versuchen die Probleme zu lösen.


Lassen Sie sich von dem Optimismus und der Freude anstecken, mit der diese Menschen der heimischen Landwirtschaft helfen.

 

 

 

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